Herzlich Willkommen, Dolomites Last Loop: Südtirol darf sich auf ein neuartiges Ultra-Event freuen

Das Backyard-Format, auch bekannt als „Backyard-Ultra“, also Hinterhof-Ultra, sorgte in jüngster Vergangenheit für Furore. Auch durch bekannte Lauf- und Extremsport-Influencer, die ihre Rennteilnahmen über die sozialen Medien in die ganze Welt verbreiteten, erfreut sich dieses Format immer größerer Beliebtheit. Dabei ist ein Rennen dieser Art nichts für schwache Nerven (und Beine): Bei Anbruch einer jeden Stunde müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine 6,7 Kilometer lange Runde absolvieren, und das innerhalb der nächsten 60 Minuten. Bei Anbeginn der nächsten Stunde geht es wieder von vorne mit der nächsten Runde los. So geht es immer weiter, bis nur noch eine Läuferin oder ein Läufer übrigbleibt. Wenn diese Person auch die letzte Runde allein schafft, dann hat sie oder er gewonnen. Ansonsten zählt die Runde nicht und er scheidet aus. Besonders krass und kurios: In diesem Fall gibt es keinen Gewinner, bzw. keine Gewinnerin. Das Rennen kann sich so im Extremfall über mehrere Tage erstrecken.
Nun hat es dieses Format auch nach Südtirol geschafft. Am 23. Mai veranstaltet das Team von Sport OK Toblach die erste Ausgabe des Dolomites Last Loop. Die Idee dazu hatte Gregor Sieder. Als OK-Chef fungiert Gerti Taschler, der mit seinem Team von Sport OK auch für die Veranstaltung der Tour de Ski in Toblach und vieler weiterer hochkarätiger Events verantwortlich ist – und somit mehr als genug Erfahrung in der Organisation vorzuweisen hat. „Südtirol hat jede Menge Sportevents zu bieten. So etwas hat es hier aber noch nie gegeben. Damit bringen wir etwas Neues in die Szene, das auch großen Anklang findet: Von den 120 Teilnehmerplätzen sind 110 bereits vergeben. Diejenigen, die noch mitmachen möchten, sollten sich also beeilen“, erklärt Gerti Taschler. Der Start ist um 12 Uhr festgelegt. Zur Anmeldung geht es auf der Webseite der Veranstaltung (www.dolomiteslastloop.com). Für die Teilnahme erforderlich ist ein sportärztliches Attest, außerdem sollte jede Läuferin und jeder Läufer vollkommen gesund sein.
So sieht die Runde in Toblach aus
Die 6,7 Kilometer lange Runde des Dolomites Last Loop befindet sich in der Nordic Arena von Toblach. Teils wird auf der Rollerbahn auf Asphalt gelaufen, teils aber auch auf Waldwegen, über Holzbrücken und auf Schotterstraßen. „Es ist für alle etwas dabei, die Runde bietet jede Menge Abwechslung. Sie hat auch etwas mehr als 90 Höhenmeter. Mit jeder zurückgelegten Schleife werden die Teilnehmenden noch mehr zu beißen haben“, weiß Taschler.
Wenn eine Teilnehmerin bzw. ein Teilnehmer die Runde vor Ablauf der Stunde absolviert hat, dann kann sie oder er sich ins „Basislager“ zurückziehen. Dort erhält jede Person eine drei mal drei Meter große Teamzone, wo sie sich einnisten, verpflegen und erholen kann. „Für die eigene Verpflegung ist jeder selbst verantwortlich. Wir haben die Grundversorgung vor Ort, das ersetzt bei einem Event dieser Art aber keineswegs die eigene Ernährung“, so Taschler. Unbedingt mitbringen sollten die Teilnehmenden außerdem eine Stirnlampe, weil auch nachts gelaufen wird.
Eine wichtige Botschaft will Taschler vorwegschicken: „Für einen Last Loop braucht es Ausdauer und Stärke, physisch und mental. Dieses Format ist brutal kräftezehrend und bringt jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer an die eigenen Grenzen. Eine optimale Vorbereitung ist unabdingbar. Außerdem braucht es, wenn man wirklich lange dabei sein will, eine ausgeklügelte Laufstrategie. Sonst wird man bald am Ende seiner Kräfte sein.“