Dolomites Last Loop: Südtirols erster Backyard-Ultra steht bevor

Der Backyard-Ultra ist ein Format, das in jüngster Vergangenheit, auch durch die sozialen Medien, enorme Aufmerksamkeit erhalten hat. Dabei gehen Laufsportlerinnen und Laufsportler an ihre körperlichen und mentalen Grenzen: Zu Anbeginn einer jeden vollen Stunde ist eine Runde von 6,7 Kilometer innerhalb der folgenden 60 Minuten zu bewältigen. Hat der Minutenzeiger eine volle Umdrehung auf der Uhr gemacht, dann geht es mit der nächsten Schleife weiter. Und das so lange, bis nur noch eine Läuferin bzw. ein Läufer übrigbleibt. Schafft diese Person auch die letzte Runde vor dem Ablauf der Stunde, dann steht sie als Siegerin bzw. Sieger fest.
An diesem Samstag macht dieses extreme Laufformat erstmals Halt in Südtirol. Die Idee hinter dem Dolomites Last Loop hatte der Toblacher Gregor Sieder. „Ich bin mit meiner Schwester auf dieses Format aufmerksam geworden und habe mir gedacht: So etwas gibt es beim ganzen Sport-Angebot in Südtirol noch nicht. Bei uns kann man sonst viele verschiedene Sportarten machen“, erzählt Sieder. Unterstützung bekam der bekannte Foto- und Videograf vom Sport OK Toblach um Gerti Taschler, das u.a. auch für die Austragung der Tour de Ski in Toblach verantwortlich ist. „Ich bin mit der Idee auf sie zugegangen und sie waren sofort überzeugt“, erzählt Sieder. Auf dem Gelände rund um die Nordic Arena in Toblach steigt an diesem Wochenende der Dolomites Last Loop. Die 6,7 Kilometer lange Runde umfasst dabei knappe 90 Höhenmeter und führt über Asphalt und Waldwege, durch sonnige und schattige Stellen.
115 Läuferinnen und Läufer sind dabei
Die Anmeldungen für den Dolomites Last Loop wurden bereits geschlossen, das Teilnehmerlimit von 120 Personen ist erreicht. „Leider mussten verletzungsbedingt eine Handvoll Athleten absagen. An sich kommt der Dolomites Last Loop aber sehr gut an, viele haben auch ihr Interesse bekundet, bei einer weiteren Ausgabe dabei zu sein, wenn sie mehr Zeit haben, sich vorzubereiten“, erzählt Sieder. Einen Favoriten auszumachen ist dabei nicht ganz einfach, wie Sieder sagt: „Es gibt mehrere, die locker über 24 Stunden laufen können. Wir haben Athletinnen und Athleten aus verschiedensten Alterskategorien und einige, die echte Könner sind.“
Um für die 115 eingeschriebenen Ausdauersportlerinnen und -sportler die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, haben sich Sieder und das OK-Team von Sport OK Toblach in der Vorbereitungsphase in den vergangenen Wochen voll ins Zeug gelegt. „Es ist alles erledigt, wir sind bereit. Auch das Wetter soll gut werden, das freut uns sehr“, berichtet Sieder und merkt an: „Wir haben auch ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet. Für Zuschauer wird es Essen und Trinken geben, außerdem Live-Musik am Samstagnachmittag. Und wir werden einen Live-Bildschirm aufstellen, auf dem man jede Athletin und jeden Athleten tracken kann. Deshalb hoffen wir auf viele Interessierte, die bei der Premiere des Dolomites Last Loop mit von der Partie sind.“