Ausverkauft in wenigen Stunden: Der 2. Dolomites Last Loop wird größer, besser und internationaler

Das Format Backyard-Ultra ist in den vergangenen Jahren zu einer Trendsportart geworden. Ab dem Rennstart gilt es, bei Anbruch einer jeden Stunde eine 6,71 Kilometer lange Runde zu bewältigen. Kommt man früher ins Ziel, kann man sich kurz ausruhen, ehe es beim Anbruch der nächsten Stunde wieder von vorne losgeht. Es gewinnt die Läuferin bzw. der Läufer, der am Ende als letzter übrigbleibt und es schafft, allein die letzte Runde innerhalb der 60 Minuten zu laufen. Eines ist also klar: Bei dieser Sportart nehmen nur hartgesottene Läuferinnen und Läufer teil. Von denen gibt es aber viele.
Das hat man auch bei der ersten Ausgabe des Dolomites Last Loop gesehen, welcher am 23. Mai 2026 startete und am Pfingstmontag, dem 25. Mai in den Nachtstunden zu Ende ging. Obwohl erst kurzfristig organisiert, schafften es die Veranstalter um Ideengeber Gregor Sieder und das Sport OK von Toblach, das Teilnehmerfeld mit 101 Personen vollständig aufzufüllen. Die Laufrunde rund um die Nordic Arena in Toblach, bestens bekannt wegen der Tour de Ski, die dort alljährig stattfindet, kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestens an. Genauso wie die Organisation und das atemberaubende Bergpanorama, das das Hochpustertal auszeichnet. Kurios: Sieger gab es am bei der Premiere keinen: Der Italiener Marco Matteazzi und der Österreicher Raphael Stanic waren beide auf der 39. Schleife unterwegs, als sich Stanic am Fuß verletzte. Matteazzi bewies in dieser kritischen Situation Sportsgeist, stützte Stanic ins Ziel, verpasste somit aber das 60-Minuten-Limit. Nach über 260 Kilometern und mehr als 3300 Höhenmetern – die Runde in Toblach weist einen positiven Höhenunterschied von knapp 90 Höhenmetern auf – war die Erstausgabe vorbei.
204 Starterinnen und Starter, 11 Nationen und zahlreiche Sieganwärter
Die erfolgreiche Premiere verleitete Sieder und sein Team, noch größer zu denken. Das Teilnehmerlimit wurde auf 200 Starter, inklusive einiger Wildcards, angehoben. Binnen weniger Stunden war das Event schon ausverkauft und hat den Pusterer Veranstaltern Recht gegeben. Durch die starke Verbreitung auf den sozialen Medien hat das Event außerdem auch international die Runde gemacht. Die insgesamt 204 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Ausgabe kommen aus elf verschiedenen Nationen, darunter acht aus Großbritannien, drei aus den USA, zwei aus Ungarn sowie Tschechien und je ein Niederländer, Däne und Malteser. Der Großteil des Teilnehmerfelds hat wiederum die italienische Staatsbürgerschaft. Wirft man einen Blick auf das Alter der Starterinnen und Starter, dann sind 80 Prozent zwischen 18 und 35 Jahre jung. Der älteste Athlet hat hingegen schon eine Lebenserfahrung von 62 Jahren hinter sich.
Unter diesen 204 Anwärterinnen und Anwärter schicken sich einige an, dieses Mal für einen Sieg zu sorgen. Das OK-Team um Sieder hat dabei mehreren Topathletinnen und Topathleten der Erstausgabe eine Wild Card gewährt. Stanic und Matteazzi sind wieder dabei, genauso wie Monika Rabanser, die mit 19 Loops im Vorjahr die beste weibliche Leistung lieferte. Mit Alexander Rabensteiner, Luca Clara und Martin Griesser gehen außerdem drei starke Südtiroler Lokalmatadore an den Start, wobei Rabensteiner auch am ersten Dolomites Last Loop teilnahm.
Mit Albert Urbanovich kommt ein Backyard-Ultra-erfahrener Malteser nach Toblach. Unerfahrener, aber nicht weniger bekannt sind das britische Model und ehemalige Rugby-Talent Ted Pullin, die Extremsportlerinnen Andrea Maria Berger aus Österreich und Celia Parker aus Großbritannien und die Niederländerin Leah Broger, die sich in verschiedensten Ausdauersportarten bestens bewiesen hat. Einige von ihnen verfügen über eine große Reichweite auf den sozialen Medien und werden den zweiten Dolomites Last Loop damit noch bekannter machen. Der nächsten erfolgreichen Ausgabe steht damit nichts mehr im Wege. Bis zum Startschuss am Pfingstsamstag 2027 ist es aber noch einige Monate hin.