Zwei Olympiasieger schlagen im Sprint der Marmotta Trophy zu

Emily Harrop ist die Sprint-Königin von Martell. Die 28-jährige Französin hat im Nationalpark Stilfser Joch nach 2022, 2023 und 2024 am heutigen Sonntag den Sprint zum bereits vierten Mal gewonnen. Für die Olympiasiegerin in der Mixed-Staffel und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin im Sprint war es der 30. Weltcuperfolg ihrer Karriere. Musste Harrop im Viertelfinale noch der Schweizerin Caroline Ulrich den Vortritt lassen und als Zweite ins Halbfinale einziehen, so ließ sie dort bereits ihre Muskeln spielen und überquerte die Ziellinie vor Giulia Murada. In der Entscheidung packte Harrop noch einen drauf. In 3.21 Minuten bewältigte sie den Kurs im Biathlonzentrum Grogg noch einmal sechs Sekunden schneller. Wieder kam Murada als Zweite ins Ziel, während Margot Ravinel – ebenfalls aus Frankreich – das Podest komplettierte.
„Ich war nach den anstrengenden Wochen selbst ein wenig überrascht, weil ich nicht wusste, wie die Beine reagieren würden. Ich liebe es hier in Martell zu sein. Ich mag die Strecke, weil sie anders ist und es Spaß macht. So habe ich versucht, richtig Gas zu geben und das ist mir gelungen“, sagte Harrop. Gulia Murada meinte hingegen: „Ich bin sehr zufrieden. Den Sprint hier mag ich, auch wenn die Strecke nicht unbedingt auf meine Qualitäten zugeschnitten ist. Der Anfangsteil ist sehr flach und das kommt mir nicht entgegen. Aber nach einem dritten Rang vor zwei Jahren, der noch überraschender gekommen war, bin ich heute (am Sonntag, Anm. d. Red.) wieder aufs Podest gekommen.“
Cardona Coll ist nicht zu knacken
Bei den Männern setzte sich der Spanier Oriol Cardona Coll durch, der nicht nur im Finale mit der Zeit von 2.56 Minuten, sondern auch davor im Halb- und Viertelfinale immer als Erster im Ziel angekommen war. Vor einem Monat hatte er sich in Bormio bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 in dieser Disziplin durchgesetzt und in der Mixed-Staffel die Bronze gewonnen. Am Sonntag in Martell ließ der Iberer im Sprint den Schweizer Arno Lietha und den neutralen Athleten Nikita Filippov hinter sich.
„Nach Olympia habe ich im letzten Monat nicht viel trainiert, weil ich sehr beschäftigt war. Es ist schön zu sehen, dass ich meine Landsleute begeistere und dass sie die Olympischen Winterspiele so zahlreich mitverfolgt haben. Nun, nach dieser langen Zeit, wieder zurück zu sein und gleich wieder zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel und es beweist, dass ich immer noch gut in Form bin“, sagte Cardona Coll.
Tomasoni unterstreicht seine gute Form mit Rang fünf
Ebenfalls ins Finale hat es mit Luca Tomasoni ein Athlet der italienischen Nationalmannschaft geschafft. Zunächst in Führung liegend, musste er sich letzten Endes mit Rang 5 zufrieden geben. Ein Resultat, mit dem der „Azzurro“ aber sehr gut leben kann. „Ich bin sehr zufrieden, weil ich im letzten Monat richtig gut in Form gekommen bin und es drei Mal in Folge in ein Finale geschafft habe. Trotzdem ist es ein wenig schade, weil ich bis zur Hälfte des Rennens in Führung lag, aber eben einen Wechsel ein wenig verhaut habe und dann zurückgefallen bin. Ich bin es noch nicht gewohnt da vorne mitzulaufen, aber es war eine schöne Erfahrung“, so der 23-Jährige.
Sehr zufrieden war am Sonntag auch der internationale Verband ISMF, der OK-Präsident Georg Altstätter stellvertretend für alle Freiwilligen ein großes Lob für die perfekte Ausrichtung dieser Weltcupetappe aussprach. Vorstandsmitglied Monika Strojny übergab eine gläserne Trophäe. Das Lob gab Altstätter umgehend weiter: „Allen Helferinnen und Helfern, die bei dieser 18. Ausgabe der Marmotta Trophy mitgewirkt haben, sei von Herzen gedankt. Wir haben gezeigt, wie viel Zusammenhalt ausmacht und was man gemeinsam erreichen kann. Danken möchte ich auch unseren zahlreichen Sponsoren, ohne die wir die Marmotta Trophy niemals ausrichten könnten.“
18. Marmotta Trophy, Ergebnisse:
Sprint Frauen
1. Emily Harrop FRA 3.21
2. Giulia Murada ITA 3.29
3. Margot Ravinel FRA 3.33
4. Célia Perillat-Pessey FRA 3.34
5. Tatjana Paller GER 3.38
6. Ana Alonso Rodriguez ESP 4.04
Sprint Männer
1. Oriol Cardona Coll ESP 2.56 Minuten
2. Arno Lietha SUI 2.58
3. Nikita Filippov 3.02
4. Loïc Dubois SUI 3.05
5. Luca Tomasoni ITA 3.05
6. Biel Pujol Parramon ESP 4.25



