Felix Wegscheider will in seiner ersten Saison als Profi voll angreifen
Am Samstag, 11. und Sonntag, 12. April findet in Borgo Ticino (Provinz Novara) die erste Etappe des Trofeo Nord-Est im Supermoto statt. Mittendrin wird dann auch ein Südtiroler Pilot sein: Felix Wegscheider. Der Seiser, Jahrgang 2000, ist einer der Anwärter auf den Gesamtsieg in der Regionalmeisterschaft. Und das ist auch eines der Saisonziele des ehrgeizigen Südtirolers.
„Der Fokus in der diesjährigen Saison liegt auf der Regionalmeisterschaft und auf der Italienmeisterschaft. Ich möchte beide Serien gewinnen. Mein Ziel ist es auch bei zwei bis drei Rennen um die Weltmeisterschaft an den Start zu gehen und dort in den Top 5 zu landen“, sagt Wegscheider, der sich 2023 zum Regional- und Italienmeister küren konnte, 2024 in der regionalen Meisterschaft Zweiter wurde und im abgelaufenen Jahr in der Regionalmeisterschaft abermals ganz vorne landete.
Die erste Saison als Vollprofi
Um diese hoch gesteckten Ziele zu erreichen, hat der Südtiroler Pilot einiges investiert. Zum einen, schwitzte der Seiser in den vergangenen Monaten fast täglich bis zu zwei Stunden im Fitness-Studio, um körperlich auf der Höhe zu sein und nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um auf dem Motorrad zu trainieren. Zum anderen hat Felix Wegscheider seinen Job als Monteur gekündigt, um sich seinen Traum zu erfüllen und sich in dieser Saison als Vollprofi einzig und allein auf seinen Sport fokussieren zu können.
„In den vergangenen Jahren war es schon sehr stressig. Ich habe unter der Woche normal gearbeitet. Am Freitagabend bin ich dann in Richtung Rennstrecke gefahren und war sechs, sieben, acht Stunden unterwegs. Am Samstag Training und Qualifikation, am Sonntag zwei Rennen. Dann schnell zur Siegerehrung, bevor es mit dem Camper zurück nach Hause ging, wo ich manchmal erst in der Früh angekommen bin. Oft ging es für mich direkt zur Arbeit“, erklärt Wegscheider.
Mit der „alten“ KTM wieder hoch hinaus
Zurück zu den Wurzeln ist es für Felix Wegscheider hingegen beim Material gegangen. War der Motorsportler in der abgelaufenen Saison für das Team L30 Racing von Supermoto-Legende Ivan Lazzarini unterwegs, so fährt der junge Südtiroler heuer wieder auf einer KTM-Maschine, die dessen Vater Markus Wegscheider – selbst ein ehemaliger Moto-Pilot – zusammengebaut hat und für ihn wartet. „Ohne meine Familie wäre das alles nicht möglich und ich bin sehr dankbar, dass ich mich auf sie verlassen kann. Vor allem mein Vater leistet sehr viel für mich“, unterstreicht Felix Wegscheider.
Die Vorfreude auf die neue Saison ist bei Felix Wegscheider selbstredend riesengroß. „Ich darf mir heuer als Profi einen Traum erfüllen und schon allein deswegen bin ich topmotiviert. Was die Faszination Supermoto für mich ausmacht? Es ist vor allem die Tatsache, dass man als Fahrer komplett sein muss. Es ist nicht einfach mit schmutzigen Slicks-Reifen auf Asphalt zu fahren, bzw. bei den Sprüngen im Gelände die Kontrolle über die Maschine zu halten. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht und möchte mich bei allen Partnern bedanken, die mir diesen Traum ermöglichen“, so Wegscheider.
Nach dem ersten Rennwochenende in Borgo Ticino um die Regionalmeisterschaft geht es am 18. und 19. April in Ottobiano (Provinz Pavia) mit der ersten Etappe um die Italienmeisterschaft weiter. Die Saison endet im Oktober – bis dahin ist Felix Wegscheider fast an jedem Wochenende mit seiner Supermoto im Einsatz.